Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Wo ich auch hinhöre oder lese (ausser der guten Laila) überall depremierende Stimmung.
Ich warte darauf, dass hier alles den Bach runter geht, obs mich betrifft oder nicht werd ich wohl erst kurz vorm Rauswurf erfahren. Ob überhaupt, steht in den Sternen und auch wenn ansonsten alles im Lot ist, werd ich das Gefühl nicht los, dass mir bald alles um die Ohren fliegt. Auch gefühlsmässig.
Heute morgen, oh Wunder (wir bessern uns
und das fand ich mal richtig gut), ist T* mal ganz von alleine nochmals
auf das Thema von gestern zurückgekommen.
Er hat mir seinen Standpunkt erklärt, den ich auch verstanden habe: er hätte kurzfristig Nachricht bekommen, dass es wohl zu dem Zeitpunkt am günstigsten wäre zu fliegen (wegen Terminen) und er hätte dann eben gebucht.
Ich erklärte ihm dann meinen: Er hätte doch wohl ne halbe Stunde warten können mit der Buchung, da es mich ja betrifft, nicht nur privat, sondern auch beruflich. Es war zB ein Notartermin angesetzt, der nun sicherlich verschoben werden muss.
Klar, es ist sein Leben und er kann planen wie er will, aber wenn es mich auch betrifft, möchte ich wenigstens VORHER informiert werden.
Er sah das wohl ein, denn er fragte mich dann, ob ich ihm wohl verzeihen könnte. Tja, hm, sagte ich, da du mir aber nicht versprechen kannst (wohl eher will), dass es nicht wieder soweit kommt,
nutzt es wohl nicht viel.
Er vergisst immer wieder, dass es auch ein GEMEINSAMES Leben gibt.
Und, Ja, es betrifft mich, wenn er am WE nicht da ist. Wenn er reisen muss (wohl eher, will) ist das OK, aber mich so vor Tatsachen zu stellen find ich doof.
Und, Nein, ich stehe nicht gerne Nachts um 4:30 Uhr auf. Aber ich hab verstanden, dass er früh in D. sein muss. Das ist dann auch OK. Aber ich möchte es - Himmel nochmal - erklärt bekommen.
Gerade im Moment - die Situation im Job und mein Gemütszustand - bedarf es ein paar Worten mehr als sonst um mir ein gutes Gefühl zu geben.
Ist das so schlimm?
T* ist im Moment in einer, ich sag mal, seltsamen Verfassung. Ich sehe, dass er grosse Sorgen hat, er teilt sie aber nicht. Ab und an mal Stückchenweise und das "nicht wissen" macht mir mehr Angst als dass, was dann dabei rauskommt. Er scheint haltlos zu sein. Schlingert von einer Ecke in die Andere, so mein Eindruck. Ob es "nur" der Job ist oder noch andere Ängste weiss ich leider nicht. Leider versucht er diesen "Halt" nicht bei mir zu finden.
Ich weiss nicht, ob er so zugeknöpft ist, weil er Angst hat auch mich "runterzuziehen" oder was los ist. Es wäre schön sich Halt geben zu können. Auch wenn es nur ein mitteilen der Sorgen ist. Er scheint mir wie ein Pulverfass. Nur ein Funke....
Es ist Schade, dass wir nicht einfach die Zeit geniessen können die wir haben. Irgendwann ist unsere Beziehung wohl zu Ende, wenn er denn weg zieht oder so, aber bis dahin würde ich gerne die gemeinsame Zeit geniessen und das heisst für mich: die Zeit die wir haben auch gemeinsam verbringen.
Er ist oft genug auf Reisen, kommt unter der Woche nicht mal per Zufall bei mir vorbei, dass er sich dann regelmässig auch noch Freitags abmeldet ist mir erlich gesagt zu wenig.
Ich hoffe, dass sich das nun ändert, denn ich bin mal wieder auf Sparflamme. Da er sich entzieht, jedesmal wenn mal wieder etwas emotionale Nähe entstanden ist.
Letztens sagte er zu mir: Du traust Dich zu wenig.
Er sprach vom Essen.
Ich sagte ihm: Wenn das so wäre, dann würde ich nicht mit dir zusammen sein.
Genau so ist es doch! Ich hab mich getraut, obwohl ich weiss wie er sein kann.
Ich weiss was er zu geben hat - das kann eine Menge sein -, aber auch wann er nicht mehr will, und dass, passiert halt oft.
Ja, er tut was. Stückchenweise. Er arbeitet hart daran, eine Beziehung aufzubauen, wie ein Kartenhaus. Sobald es eine bestimmt Höhe erreicht, hat er irgendwie keine Lust mehr und schwupppp.. wars für die Katz. Dann fängt er wieder von unten an.
Ich kann verstehen, dass man das Kartenhaus nicht immer gleich weiterbauen kann oder will, aber.. wer ein Kartenhaus will, muss aufpassen, dass der Andere - bei der Einreisserei - nicht den Spass am Spiel verliert.
Mich frustriert es.
Muss ihm doch auch so gehen. Er versucht und versucht und merkt, dass er alle naselang daneben greift.
Wie kann man das ändern?
Ich denke mit viel, viel reden.
Wer leiht mir nen Dosenöffner??