Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Das Tief hatte mich voll erfasst in den letzten Tagen, doch eine liebe Freundin hat mir geholfen und ich durfte mich ausheulen. Alles raus blubbern lassen was an Gefühlen in mir brodelt in den letzten Tagen. Es sah alles unsinnig, nutzlos und traurig aus.
Was soll das alles, wenn es uns doch von einem auf den anderen Tag erwischt? Was dazwischen liegt ist wichtig, auch wenn man oft viele Tage einfach verstreifen lässt, ohne sie wirklich zu leben. Manchmal aus Angst, manchmal aus Faulheit.
Nein, ích bin nicht drüber weg und ich bekomme immer noch feuchte Augen, aber solche Dinge kann man leider nicht ändern, sondern muss irgendwo die Kraft her nehmen, sie einfach hinnehmen zu können.
Mir ist etwas bewusst geworden. Sehr deutlich sogar.
T* hat mir mehrmals erzählt, wie gut es ist, dass die Familie in dieser Situation nun zusammen gehalten hat. Was ich gut finde - meine würde sich nur streiten.
Auch erzählte er mir, dass er nun seine Patientenverfügung unterschrieben hat und seine Neffen hat eintragen lassen, da er seine Töchter nicht damit behelligen will. Verständlich, doch zu einem davon hat er keinen grossartigen Draht gehabt, in der Vergangenheit. Naja, evt hat sich das alles ja nun geändert.
Süss fand ich, dass seine Tochter T* mir auf meine Email geantwortet hat, die ich ihr vor einigen Tagen geschrieben hatte. Das war echt lieb.
Trotz all dem- wohl eher, gerade deswegen- ist mir etwas bewusst geworden.
B* war die Jenige, die mir immer das Gefühl gegeben hat, ein Teil dieser Familie zu sein. Nein, nicht T* oder sonst jemand. Von den Anderen wurde ich toleriert oder akzeptiert, aber als jemand der dazu gehört - egal in welcher Weise - nie.
Mit B* hab ich mich oft gerauft, denn sie hatte einen explosiven Charakter, aber ich kam damit klar. Nö, sie war kein Engel, aber sie war jemand mit dem ich Lachen und Weinen konnte. Und das hab ich getan. Alle Fäden der Familie liefen bei ihr zusammen. Ich werde nun nichts mehr darüber erfahren, wie es der Enkelin, der Mutter und allen Anderen geht, von denen mir B* immer berichtet hat.
T* hat in diesen schweren Tagen, oft angerufen, so war ich immer auf dem Laufenden. Dafür bin ich ihm so dankbar, denn das ist ihm nicht leicht gefallen. Aber ich weiss, dass ers meinetwegen getan hat, weil er weiss, dass ich B* nahe stand.
Ansonsten aber bin ich für ihn jemand, der organisiert. Punkt.
Ich will mich nicht beschweren, es ist nur eine Feststellung der Tatsachen.
Für seine Schwester war ich jemand, den sie anrief, wenn sie mal einen Rat brauchte, wenns um ihre Kinder ging, oder ihre Mutter. Oder wenn sie mir einfach nur erzählen wollte, was der Arzt ihr gesagt hatte, was meine Meinung dazu wäre, mich zu fragen wie es mir ginge oder sich auszukotzen wenn es ihr nicht gut ging und sie aufgemuntert werden musste. Oder umgekehrt.
T* wird sobald als möglich nach Deutschland zu seiner Mutter ziehen.
Es wird sich also einiges Ändern. Aber Veränderung soll ja gut sein, auch wenn ich das nun noch nicht wirklich sehen kann.
Euch ein schönes WE und wer frei hat, bis dahin und wegfrährt: Frohe Ostern.