Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Es herscht eine komische Stimmung bei mir.
Alles ist mir egal. Ich warte auf etwas, aber weiss der Teufel was es ist. Ich hab keine Meinung. Möchte dass die Zeit vergeht, keine Ahnung warum .. u.s.w....
Ich hatte ja nun etwas Zeit um meinem Kopf die Ruhe zu gönnen die er brauchte. Nur bin ich nun total ratlos.
Wenn ich dachte, ich kenne T* dann bin ich letzte Woche nochmals auf die Nase gefallen. Ich hätte NIE erwartet, dass er so verantwortungslos sein kann. Ich dachte wirklich, dass die Hemmschwelle gross genug wäre, um nicht meinem Sohni betrunken gegenüber zu stehen, wenn schon andauernd mir.
Aber ich hab mich getäuscht und das nagt an mir.
Ich hab nicht die geringste Ahnung wie es weiter gehen soll.
T* verliert kein Wort darüber, was die Sache irgendwie schlimmer macht. Ich könnte es ja auch nochmals ansprechen, aber ich denke, es müsste schon was von ihm kommen.
Er bewahrt Distanz und wartet wohl auf ein Zeichen von mir. Ich hab aber keine Ahnung wie das aussehen könnte. Ich sehe auch nicht, dass er sich bemüht es irgendwie wieder gerade zu biegen, in dem er darüber spricht.
Letztes WE haben wir uns ja nur am Samstagmittag gesehen, da ich ja am Freitag allein sein wollte. "Small Talk" war nicht das, was ich brauchte und somit war es ziemlich ruhig von meiner Seite aus.
Ich bin halt nicht der Typ, der über Probleme nicht redet. Aber mehr als das, was ich ihm gesagt hatte konnte ich halt nicht, denn : "Du bist unverantwortlich" und "Du kannst gerne zu mir kommen, aber ohne Flasche.", brauchte ich wohl nicht zu sagen.
Da er aber von Anderen immer erwartet, dass sie sich korrekt verhalten, hab ich etwas mehr erwartet.
Gut, wir machen alle Fehler, aber nun hab ich das Gefühl, dass ers einfach unter den Teppich zu kehren versucht.
Er sagte zwar letzte Woche, als ich es ihm vorwarf, dass es ihm leid täte und es nicht wieder vorkommen würde, aber irgendwie ist mir das nicht genug.
Es ist was verloren gegangen, wo ich es nun her nehmen soll weiss ich nicht. Was genau es ist, weiss ich auch nicht.
Ab Donnerstag ist er mal wieder eine Woche nicht da. Mal sehen was danach ist.
Sohnis Routine in der Schule hat angefangen und er ist mehr Teenager als je zuvor. Ich hoffe es wird nicht noch viel schlimmer. Alles wird in Frage gestellt, diskutiert oder abgelehnt. Auch wenn ers am Ende doch machen muss, denn NOCH sage ich was zu tun ist. Wie anstregend! Puhh!!
Die Beziehung zu meiner Mama ist auch noch nicht besser geworden.
Gestern hatte ich ein recht interesantes Gespräch mit einer Freundin darüber: "Deine Mutter hat auf der Reise gemerkt, dass Du sie zwar als Mutter respektierst, aber dir nichts mehr von ihr sagen lässt. Dein Leben allein meisters und sie nun die Oma ist. Das will sie aber nicht, sondern wieder die Mutter sein, die auch was zu sagen hat, so wie du im Moment bei Sohni noch."
Tja, da beisst sie bei mir auf Granit.
Da wir kein grosses Gesprächsthema haben, ausser sie will mir mal wieder sagen was ich zu tun habe, erzählt sie mir ihre Krankenakte.
Jeden Tag der gleiche Mist. Niemand ist so krank wie sie. Wenn sie hustet, hat sie eine Lugenentzündung und wenn sie niesst, eine akute Grippe, von der sogar der Arzt sagt, er hätte nie sowas schlimmes gesehen.
Das ist mir im Moment zuviel der Aufmerksamkeit die sie braucht.
Wenn ich mal sage: Ich hab Kopfweh und bin schlapp.
Kommt von ihrer Seite: Ach Kind, ich! Ich konnte heute nicht mal die Augen aufbekommen. ![]()
Es nervt, aber ich verstehe sie.
Nun bin ich aber in einer Phase in der ich selber mehr Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen gebrauchen kann. Tja... Muss ich mir wohl selber geben, wie schon so oft.
Ich glaub man hört gut raus, dass ich echt neben der Spur bin.
Was hab ich also gemacht? Mir die Fotos von meinem super WE in Bilbao angesehen. Hat die Laune etwas gehoben.