Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Oje, gestern durfte ich das bei meinem Sohni versuchen anzuwenden.
Er hat gemerkt, dass seine französisch Kenntnisse nicht so gut sind wie die, die auf dieser Schule gelehrt werden. Das hat ihn total deprimiert. Einen 15-jährigen zu motivieren ist echt schwer. Erst Antwort: " Das brauche ich später sowieso nicht!" Na toll! Wenn wir nur das lernen müssten was wir später brauchen, hätten wir wohl garkein Allgemeinwissen.
Ich verstehe ihn irgendwo, er fühlt sich überfordert. Aber er muss lernen, dass nach dem ersten Schock, das Ganze als Herrausforderung gesehen werden muss. Und dass man gerade in den Dingen die einem nicht liegen, zeigen kann, was man auf dem Kasten hat. Es sich selbst und anderen beweisen.
Mit 15 sind wohl alle auf dem "Null Bock" Tripp.
T*s Tochter L* ist nun wohl in der Aufarbeitungsphase. Er erzählte mir, dass sie wohl ihre Vergangenheit mit der Mutter mit ihm besprochen hat. In seiner Familie ist es üblich, sich seinen Ängsten zu stellen. Was so falsch ja nicht ist, aber ich denke mir, dass es immer nur auf die "reellen Ängste" hinauslief, so nach dem Motto: Du hast Angst vorm Wasser, also rein mit dir. Die emotionalen Ängste sind die, denen sie sich nicht so wirklich gestellt haben.
Erstaunlicherweise, fällt es ihm leichter seiner Schwester (die wirkliche blöde Kommentare gemacht hat, aus Wut und Verzweiflung) als seiner Ex-Frau, die ist halt krank, seiner Meinung nach. Womit er auch Recht hat, aber die Krankheit allein ist da, glaube ich nicht schuld, sondern dass sie einfach obendrein ein mIststück ist.
Ist damit zu sagen, sie ist krank alles erklärt?? Er macht es sich da glaube ich etwas zu einfach. Oder erdrückt ihn der Gedanke, dass ers nicht früh genug gesehen hat? Er hat diese Frau über alles geliebt, muss er wohl, wenn ers immer wieder versucht hat, mit ihr zu leben. Ich glaube auch, dass er die Frau die er mal kannte, noch immer liebt. Nicht die, die seine Kinder gequält hat, sondern die, in die er sich mal verliebt hat.
Die Ängste werden in der Familie sehr sonderbar behandelt. Immer drauf zu rennen, statt auch mal auszuweichen.
Es ist auch gut Angst zu haben, die sie bringt uns dazu, ab und an auch mal weg zu laufen. Daran ist nichts schlimmes.
Muss ich Nachts durch ein gefährliches Viertel laufen, nur um meine Angst zu überwinden? Oder ziehe ich erst garnicht in so ein Viertel?!
Bestimmten Dingen im Leben muss man sich stellen, klar. Wenn es das wert ist, sich lohnt, oder nichts anderes übrig bleibt.
Ich wurde als Kind nicht ins Wasser geworfen und denke, dass ich garnicht so eine schwache Person bin. Aber warum muss ich nun Flugbegleiterin werden, nur weil ich Angst vorm fliegen hab?! Wenns unbedingt sein muss, fliege ich, wenn ich aber doch mit dem Auto auch hin kann, warum dann nicht fahren?