Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Ich hab mir heute etwas Gutes getan. Wenigstens hab ich das geglaubt, hab mich aber am Ende noch elender gefühlt. Meine Mama und ich sind ein Eis essen gegangen, da das Wetter auch noch dazu eingeladen hat. Ich hab mich also mit einer Menge Kcal vollgestopft, besser gefühlt hab ich mich nicht und schlecht war mir dann irgendwann auch.
Ein Weiilchen hab ich mich aber ablenken können, bis es einen wieder zum Bewustsein durchdringt und es sich anfühlt wie ein Tritt in den Magen.
T* meldete sich am Abend. So wie er sprach, bereitet sich wohl auf einen Abschied vor.
Sie atmet noch immer nicht ständig selbständig und sollte sie weiterhin beatmet werden müssen, würde sie eine Trachetomie bekommen müssen. Sie hat aber eine Patientenverfügung und würde das nicht wollen. auch das weiss ich.
Ich kann also nur hoffen und beten, dass sie es doch noch schafft.
Es ist noch nicht soweit, sie gehen zu lassen, ich weiss dass sie noch kämpft. Sie hat so viel in ihrem Leben wofür es sich zu leben lohnt. Sie wird gebraucht und dieses Gefühl ist kostbar, denn es gibt nichts schlimmeres als wenn man nicht mehr gebraucht wird.
Wie gerne würde ich dort sein und ihr zureden. Aber sie weiss, dass ich sie lieb hab und viele andere Menschen auch. Trotzdem würde ich es ihr gerne nochmals sagen und ihr durchs Gesicht streichen und ihr sagen, dass sie keine Angst haben muss, dass ich - soweit ich das kann- für die, die sie liebt da sein werde. Ich sie aber viel lieber auf der Hochzeit ihrer Enkelin tanzen sehen würde.