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Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.

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Offener Brief

T* erzählte mir vor ein paar Tagen von der Enttäuschung die seine Tochter T* mit ihrer Mutter hatte (viel mehr möchte ich dazu nicht sagen, ausser: es waren harte Worte die sie nicht verdient hat) und dass kurz vor Weihnachten. Er sagte seine Tochter müsse aber die Emotionen beiseite lassen und ganz klar sehen, dass ihr so etwas nichts anhaben kann.

Ich sagte ihm, dass unser Kopf uns evt sagt: Lass es nicht an Dich ran kommen, aber unserem Herzen wird es weh tun. Ganz egal was der Kopf sagt.

Was mich zu diesem "offenen Brief" bringt, den ich nun schreiben möchte. Er ist an meinen Papa, den ich ihm nie schicken werde, weil er nicht auffindbar ist und ich auch nicht nach ihm wieder suchen möchte (dass hab ich schon mal und er brach den Kontakt dann ab). Und ausserdem würde es ihm glaub ich zu weh tun, dass ich ihm diesen Brief geben würde. Ich möchte es aber trotzdem mal aufschreiben.

 

Liebster Dad,

 

Ich wünschte, dass Du ein Mann wärst zu dem ich hätte aufschauen können. Und einer der je irgendwann mal stolz auf mich gewesen wäre. Du hast mich immer klein gehalten, mir gesagt, wenn ich mal etwas erreicht hatte, dass es nicht möglich wäre, dass ich sowas nicht erreichen kann, dass es nur eine Lüge sein kann, was ich Dir erzählte.

Du bist kein dummer Mann, aber das Leben hat Dich eher praktisch veranlagt. Wort oder Schrift war nichts für Dich, aber hatte dass zu bedeuten, dass ich auch nicht damit umgehen kann?

 

Als ich ein kleines Mädchen war, hast Du mich den Händen deines Vaters überlassen, weil deine Angst vor ihm grösser war, als deine Liebe zu mir. Da mache ich Dir keinen Vorwurf, denn ich kenne diese Angst. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass Du mich vor ihm beschützt hättest, aber ich kann diese Angst trotzdem verstehen.

 

Ich bin eine Frau geworden, die ständig um Aufmerksamkeit und Anerkennung glaubt kämpfen zu müssen.

Mein Selbstbewusstsein ist nicht gerade gewachsen an deinen Kommentaren, wenn Du mir gesagt hast: Dass kann nicht sein! Sowas kannst Du nicht!" Trotzdem ist meine Errinerung an Dich sehr positiv. Du warst ein lieber Dad.  

Keinen auf den ich mich stützen kann oder dem ich mich je hätte etwas anvertrauen können, dazu fehlt Dir die Stärke und das Rückrad. Aber: Lieb!

 

Ich bin heute nicht auf der Suche nach einem Vater. Du hast gegeben was Du zu geben hast und ich kann von Dir nichts mehr erwarten, da ich weiss, dass es Dir weh tut und Du lieber nichts mehr davon / von mir hören möchtest. Das möchte ich respektieren.

Meine Mama ist die Stütze und der Rückhalt in meinem Leben gewesen und ist es weiterhin. Dir möchte ich ein schönes Leben wünschen und ich hoffe, dass Du einmal so zufrieden und glücklich sein kannst wie ich es im Moment bin.

 

Keiner in der Familie hat je ein Wort über das Geschehene mit deinem Vater verloren, obwohl es alle wussten und alle darunter selbst zu leiden hatten. Ich war die Erste und bin die Einzigste geblieben.  Und ich bin stolz darauf, dass ich geredet habe. Es war sehr schwer für mich, aber ich habe einen Sohn, den Du nicht kennst, und er hat das Recht auf eine ausgeglichene Mutter die zu ihrem Leben steht. Mit allem was darin geschehen ist, auch wenn er es nicht weiss.

Schade, dass Du dich nicht um ihn gekümmert hast, er ist ein toller Junge geworden, der lieb gehabt werden will und für den sich leider sehr wenig Menschen interesieren.

 

Ich hab Dich lieb! 

Deine Tochter M*

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L
<br /> <br /> du blickst halt nach vorne und nicht mehr zurück, das ist gut<br /> <br /> <br /> <br />
Responder
M
<br /> <br /> naja, ich versuchs<br /> <br /> <br /> <br />
B
<br /> <br /> Es hat Reife verzeihen zu können und alle Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen und dazu noch zu verzeihen !<br /> <br /> <br /> <br />
Responder
M
<br /> <br /> Oh, nun hab ichs verstanden <br /> <br /> <br /> <br />
L
<br /> <br /> das ist schön <br /> <br /> <br /> <br />
Responder
M
<br /> <br /> Mir tut es halt gut wenn ichs schreiben kann. Das zieht mich dann nicht runter, sondern baut mich auf.<br /> <br /> <br /> <br />
L
<br /> <br /> kein Problem, ich hoffe nur, dass es dir trotzdem gut geht<br /> <br /> <br /> <br />
Responder
M
<br /> <br /> Jo, es geht mir gut.<br /> <br /> <br /> <br />
B
<br /> <br /> Ich finde es klasse das Du trotz allem immernoch sagen kannt :ich hab dich lieb.Wow.<br /> <br /> <br /> Sehr emotional, dennoch aber mir unterdrückten kleinen Vorwürfen finde ich.Jedenfalls zwischen den Zeilen.<br /> <br /> <br /> Was aber deutlich ist das Du iohn vermisst , ihn aber auch verzeist und da sist entscheidend finde ich.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Ich habe grade überlegt ob ich einen meiner Elternteile einen so reifen Brief schreiben könnte und die Antwort ist : NEIN.<br /> <br /> <br /> Ich hatte keine Stütze in der Familie,<br /> <br /> <br /> ich habe keine tolle Kindheit und ich hatte niemanden der auf mich stolz war oder zu dem ich mit Problemen gehen konnte.Hmm, viell irgendwann einmal<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> ich drücke dich und hoffe das es dir dennoch gut geht<br /> <br /> <br /> <br />
Responder
M
<br /> <br /> Ich glaub ich hab gute Gründe ihm Vorwürfe zu machen, denn er hat mich allein gelassen. Aber ich bin ihm nicht mehr böse und hab ihn trotzdem gern, denn er war ja nie gemein zu mir.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Ich hatte meine Mama als Stütze, obwohl sie aber auch oft dann versucht mir ihren Willen aufzuzwingen. Tolle Kindheit.. hatte ich bestimmt nicht. Ich war einsam und mein Grossvater hatte leichtes<br /> Spiel, da ich mich niemanden anvertrauen konnte.<br /> <br /> <br /> Ich musste die Stärke eben in mir selber finden und auch dass ich stolz auf das sein kann was ich bin: ein guter Mensch. Das hoffe ich wenigstens zu sein.<br /> <br /> <br /> Nur eins verstehe ich nicht: was meinst du mit "reifen Brief"?<br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> <br /> Ich weiß nicht was mit den Vätern los ist, ich verstehe das auch nicht<br /> <br /> <br /> <br />
Responder
J
<br /> <br /> Ich weiß warum du es dir von der Seele schreiben wolltest: das mit T*'s Tochter hat dich zum nachdenken gebracht.<br /> <br /> <br /> Ich habe meinen Erzeuger auch nichts mehr zu sagen, hatte ich noch nie. Ich wollte nie Kontakt und er hat auch nie welchen gesucht. Weiß auch nicht aber er interessiert mich null und wennich ihn<br /> suchen würde dann würde ich ihn bestimmt finden aber ich will das gar nicht!<br /> <br /> <br /> <br />
Responder
M
<br /> <br /> So ist das wohl. Ich finds schade, die die wir Zuneigung wollen kriegen keine und die die keine brauchen, werden damit überrannt. Was ist mit den meinsten Vätern los? Kinder in die Welt setzen<br /> und Deckel drauf?<br /> <br /> <br /> <br />
L
<br /> <br /> es sind schöne Worte, traurige Worte, ich kann total verstehen was du meinst, ich habe meinem Erzeuger auch nichts mehr zu sagen und ich würde wahrscheinlich auch nur schreiben und nicht<br /> abschicken.<br /> Ich finde es schade für ihn, dass er dich nicht sehen möchte, du bist eine tolle Frau, die sich innerlich befreit hat und kämpft und es wäre zu schön, wenn er dieses Rückrad auch hätte, dann<br /> würdet ihr zueinander finden.<br /> <br /> <br /> Ich bin froh, dass es dich gibt liebe Melly, vergiss das nicht. Es gibt viele andere Menschen, die dich schätzen und wissen, was sie an dir haben. Vielleicht steht er ja irgendwann doch<br /> unverhofft vor deiner Tür, wenn nicht, dann hat er dich auch nicht verdient.<br /> <br /> <br /> <br />
Responder
M
<br /> <br /> Ui, dass ist total lieb von Dir. Danke für deine Worte.<br /> <br /> <br /> Ich weiss nicht genau warum ich es mir von der Seele schreiben wollte. Tat aber gut.<br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> <br /> Ein emotionaler Brief an deinen DAD....<br /> <br /> <br /> <br />
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M
<br /> <br /> stimmt!<br /> <br /> <br /> <br />