Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Tja, schon sind die Feiertage vorbei. Mensch, ging das schnell.
Das Wetter war auch hier, auch wenn "etwas" wärmer als bei Euch, bescheiden. Regen, Grau und ab und an Wind. Also haben wir nicht viel unternommen, besser gesagt garnichts. Ruhe muss auch mal
sein. Ich hab viel gelesen und mit Sohni getobt, nun hab ich überall blaue Flecken.
Wir haben ja hier den Donnerstag und Freitag frei gehabt, dafür den Montag nicht, so habe ich gestern T* vom Flughafen abgeholt.
Gleich heute Morgen roch er stark nach Alkohol.
Er sagte was von Halsschmerzen und ich antwortete, dass das Gurgeln mit Alkohol da nicht hilft. Er hat schnell verstanden, was ich meinte und ich sagte dann nur: "Ich dachte du wolltest ein neues Leben beginnen." Er: "Hab ich auch!" Ich: "Tja, wohl nicht, aber es ist ja auch nicht einfach sowas zu lassen."
Er antwortete nicht mehr und ich hab es auch dabei gelassen. Es ist sein Leben!
Er beschwert sich über seine Gesundheit und merkt noch immer nicht, dass vieles mit seiner Alkoholsucht zu tun hat. Er sieht auch nicht gut aus. Klar, er hat eine lange Reise hinter sich, da ist
man(n) kaputt und hat Rückenschmerzen, aber es ist fast so grau im Gesicht wie die Wolken draussen und wir wissen ja, woran das liegt.
Er will nicht einsehen, dass er wirklich ein Problem damit hat. Dabei wäre gerade das, der erste Schritt. Er sollte sich mal fragen, welchen Grund es gab nun zu trinken.
Keinen!
Das ist kein freier Wille mehr, sondern einfach nur die Sucht.
Ich dachte wirklich, dass er stark genug dafür wäre, denn wenn einer starken Willen hat, dann er. Es war einer der Dinge, die ich an ihm bewundert habe.
Er ist ein toller Mann, der nur ein paar Kleinigkeiten in seinem Leben ändern müsste um glücklich und vor allem ausgeglichen zu sein.
Schade.
Ansonsten hab ich gerade meine Steuer gemacht und ich krieg mal wieder was raus, was mich super freut, denn damit ist meine London-Reise dann bezahlt.