Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Seit Dienstag ist T* ja nicht mehr zur Arbeit gekommen, aber er hat brav angerufen, da ich ihm das Versprechen abgenommen hate, dass er Lebenszeichen von sich gibt.
Seit Gestern nun hatte man versucht ihn aus der Zentrale anzurufen - er wartet auf diesen Rückruf seit Wochen - und ich rief an um bescheid zu geben.
"Nö, da will ich nicht anrufen. Das ist mir alles egal."
Tja, hm, keine Anhnung, irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass er sein Leben nun komplett vor die Wand fahren wollte - nun eben auch noch Jobmässig.
Heute Morgen musste ich zum TÜV und mein Handy bimmelte: das Lebenszeichen Wie schön.
. Er fragte mich, ob seine
Schwester angerufen hätte. Ich sagte "Ja." Ob ich ihr gesagt hätte, dass er sich Urlaub genommen habe. "Nein."
Seine Antwort: "Du weichst mir aus."
Ich: " Nö, ich hab ihr gesagt, dass du nicht ins Büro gekommen bist und auch bis Montag nicht wiederkommen willst."
Da war es wieder, das Misstrauen. Wer fragt bekommen Antwort.
Seiner Schwester hatte ich folgendes gesagt: " Wir hatten eine Unterhaltung am Telefon, und er wird wohl in dieser Woche nicht mehr ins Büro kommen- er braucht Zeit für sich."
Sie fragte dann, ob wir gestritten hätten und ich meine: "Nein, nicht wirklich. Er hat mit mir nun die Unterhaltung gehabt, die ich schon früher haben wollte, aber nun ist alles klar für mich. Es ist Schade, aber es ist nun mal so und ich kann es nicht ändern. Ich habe ihn wohl zu sehr unter Druck gesetzt, und damit die Liebe erstickt."
Sie sagte mir dann, dass sie ihm schreiben wolle.
Heute Mittag nun rief er an und sagte, er sässe in der Sonne im Park. Es wäre der 1ste März und es würde nun einen anderen T* geben.
Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass dies bedeutet, dass er sein Leben nun ohne Alkohol und sonstigem Mist meistern möchte. Es tut weh zu sehen, wie der Mann der er mal war immer mehr verschwindet. Obwohl er ab und an ja zeigt, dass es diesen Mann noch gibt.
Er hat ein grosses Herz, ist aufmerksam, liebevoll, romantisch, hat eine starke Schulter zu anlehnen und wenn er dann mal seinen weichen Kern zeigt, fühlt man sich als jemand ganz besonderes. Ich hoffe nur, dass er diesen Mann wieder aufatmen lässt - ihm die "Drogen" entzieht - und wieder auf Null kommt, um einen Neustart auf die Beine zu stellen um dann evt. mal eine Frau zu finden, die ihn wirklich glücklich macht und den Halt gibt den er braucht.
Ich konnte es nicht.
Das Leben ist viel zu schön um sich zu betäuben -egal ob das mal funktioniert hat, irgendwann auf der Strasse oder schlimmer -, es gibt so viele herliche Dinge, die man geniessen kann, vorallem wenn man jemanden an der Seite hat, der es mit einem teilt. Gibt es was schöneres, als jemanden in die Augen zu sehen, und darin Liebe zu finden?
Sicher, man kommt auch alleine klar, aber viel schöner ist es, es mit jemanden zu teilen - die guten wie die schlechten Dinge. Die schlechten Dinge werden leichter zu ertragen und die schönen glänzen um so mehr.
Mal was anderes.
Ich hatte um Rat gebeten, was/wie/wo ich wohl die Dinge mit Sohni machen soll, Thema Abitur/Umzug nach Deutschland und co. T* meinte, dass es besser wäre, wenn er hier sein Abi macht.
Auf der einen Seite, würde ich gerne von hier verschwinden - sollte Sohni sein Abi hier machen, muss ich mich in genau einem Jahr um einen Platz bemühen - mir fällt hier die Decke auf den Kopf und ich sehe weder irgendwann für Sohni, noch für mich eine rosige Zukunft was den Job betrifft.
Sollte ich vor dem Abi fahren wollen, wäre es also in einem Jahr.
Sollte es danach sein, dann in insgesamt 3 Jahren.
Sohni ist an das Schulsystem hier gewohnt und wird hoffendlich recht gute Noten bekommen. Wenn er studieren wollte, denke ich aber, dass nach dem Abi evt die Veränderung zu gross ist. Macht er also Abi in Deutschland, kommt er besser in die Uni rein.
Wenn er aber damit nicht zurecht kommt, hat er nicht mal ein vernüftiges Abi.
Hmm....
Ein Umzug steht auf jeden Fall an, ob in einem oder in drei Jahren.
Abwarten was die Zukunft noch so bringt, bisher hatte ich schon ziemlich viele Überraschungen in meinem Leben.