Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Ich kann nicht genau sagen, ob es daran liegt, dass Sohni nicht da ist, aber die Tage sind gefühlte 148 Stunden lang. Es tropft nur so vor sich hin. Evt. liegt es auch an der niederschlagenden Wärme -oder besser gesagt Sauna- die wir hier haben, denn die Luft könnte man schon fast in Flaschen abfüllen.
Also ich fühl mich mieserabel: mir ist dauernd schwindelig und es kribbelt in Händen und Füssen. Mein Schlafrythmus ist total durcheinander. Nun könnte ich auf der Stelle einschlafen und Abends ist kein Schlaf zu finden. Wenn ich könnte würd ich Urlaub nehmen. Ich fühl mich kraftlos und Konzentration hab ich garkeine. Mein Hirn ist wie leer.
Die Ruhe daheim tut mir ganz gut. Ich meine damit: nicht kochen zu müssen, keine Diskusionen ums Zähne putzen, sprich: keine Verantwortung.
Heute fragte ich T* ob er mit mir in die Oper geht, war nichts zu machen, dabei mag er Klassik, aber eben keine Oper. OK, sagt aber selber, dass der Freund meiner Mutter sich doch mal zusammen
reissen soll und mit ihr mal ausgehen sollte.
Bei ihm glit das wohl nicht.
Dann hab ich mal einfach so in den Raum geworfen, ob er mit mir auf ein George Michael Konzert gehen würde, denn ich war gespannt auf seine Reaktion. Und schon hatte ich die Antwort die ich immer habe, wenn ich so etwas mit ihm unternehmen will: Mag ich nicht!
Ich hab ihn daran errinert, dass er im letzten Jahr mit seiner Tochter auf einem Rock-Konzert war.
Antwort?!
Na?
Klar, immer die Gleiche: "Das war was anderes."
Sicher, denn die Begleitung war ne Andere.
Ich bin mir sicher, mit ihr würde er hingehen.
Und es vielleicht garnicht mal so schlecht finden, denn die Shows sind sehr gut von GM. Das ist nun nicht meine Meinung, sondern auch von "nicht Fans", die evt die Musik nicht so toll finden. Aber das Gesamtbild ist stimmig und ausgelassen.
Wie auch immer, keine Ahnung warum ich mal wieder in die gleiche Schublade greifen musste. Denn als ich mal - aus dem gleichen Grund, mir das nochmals anhören, dass es mit mir nicht geht - fragte ob er mit mir nach NY fliegt (Preisauschreiben), kam die Antwort: keine Zeit, keinen Urlaub mehr, aber zur Tochter zu fliegen, dafür ist Zeit und Urlaub da.
Klar, fand ich es wichtig und gut, dass er zu ihr geflogen ist, aber darum geht es nicht.
Ich kann mich nicht mit den Töchtern vergleichen, will ich auch nicht! Ich tue auch Dinge für meinen Sohn, die ich evt nicht für T* tun würde, ABER.. ich würde nur einmal das Gefühl haben wollen die Priorität zu sein.
Ich stehe in der Schlange und warte, hab ne Nummer gezogen und merke irgendwie, meine Nummer wird nie aufgerufen. Ich meine damit, dass ich noch nicht das Gefühl hatte, dass nun mal alles Andere und alle Anderen warten müssen, weil ich nun wichtig bin und zwar nur ich!
Hmmm, bin ich mal wieder unfair? Mag sein. Evt auch zu egozentrisch. Keine Ahnung.
Er sagt ja ständig, dass ich ihn ja jeden Tag sehen würde. Tja, hm, da hat er recht, aber da bin ich wohl etwas komisch, denn für mich ist das "sehen" im Büro kein richtiges "sehen". Freizeit verbringen wir, im Moment so gut wie keine zusammen.
Mal wars eine ganze Menge und dann -so wie jetzt- garkeine. Warum das so ist, weiss ich nicht.
Auf der anderen Seite, rief er gestern Abend an, was mal eine willkommene Abwechslung war. Wir plauderten ein Weilchen und schon war ich auch wieder besser drauf, denn es war ganz lustig.
Sohni meldet sich einmal täglich, per Anruf oder SMS, wie versprochen, aber ich bin nur froh, wenn ich ihn wieder hab. Der Einfluss den sein Vater auf ihn haben könnte macht mir halt die beschriebenen Bauchschmerzen. Bisher hat er nicht bewiesen, dass er sich um ihn kümmert, ganz das Gegenteil.