Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Was für ein Stress sag ich Euch!
Ich war um 7:45 Uhr dort und bin um 00:45 Uhr wieder gegangen, war zwischendurch nur einmal weg zum Mittag für etwas über eine Stunde.
Der Stress war nicht der lange Tag an sich oder die Leute die zur Wahl erschienen, sondern, dass es ausserhalb der Wahllokals zu einem Problem kam und dann die Polizei anrücken musste. Die Presse hat nicht lange auf sich warten lassen und es wurde sogar jemand festgenommen. Es ging um Wahlbetrug, aber dazu möchte ich hier nicht mehr sagen. Es war sehr unschön und wir mussten mehrmals im Wahllokal für Ordnung sorgen.
Gestern hatte ich nun dafür frei und dafür war ich super dankbar, denn ich hatte mich erst gegen 3 Uhr hingelegt und wachte mit Migräne gegen 7 Uhr auf. Ich hab meine Medies genommen und bin wieder ins Bett nach einer Weile. Um 11 Uhr kam ein Anruf und es war vorbei mit dem Schlafen. Ich war wie durch den Wolf gedreht, aber wenigstens war die Migräne weg.
Am Sonntag hatte T* gekocht und sich um den Hundi gekümmert und es war eigenartig, aber auch schön dass jemand da war als ich Heim kam. An sowas kann ich mich ja leider schnell
gewöhnen.
Ich war so froh, dass er sich um meine Maus gekümmert hat, denn ich war schon nervös genug, aber
ich wusste Daheim ist alles im Lot.
Er sass auf dem Sofa, trank Weisswein und schaute TV. Irgendwie hatte er einen gequälten Gesuchtsaudruck, aber vielleicht wars auch nur die Müdigkeit was ich in seinem Gesicht sah.
Obwohl ich denke, dass er nun am Verarbeiten ist, was in den letzten Wochen passiert ist. Die Angst um seine Töchter, nicht da sein zu können, usw.. Die Drei lassen sich nicht unterkriegen, doch es nagt an allen. Da es den Töchtern gut geht, hoffe ich, dass auch T* bald wieder einen Aufschwung hat. Er ist so "down", dass ich fast befürchte, dass eine ausgewachsene Depression bei ihm im Anmarsch ist. Sein Alkoholkonsum ist gestiegen in letzter Zeit. Ich bin diesem Thema gegenüber sehr neurotisch, aber im Moment ists mal wieder extrem bei ihm.
Ich sag ihm dazu nicht viel, er muss selber wissen wie lange er sich das antun will. Doch ich glaube, dass sein Körper es nicht mehr lange mitmacht.
Ansonsten aber ist er aufmerksam, anschmiegsam und sagt mir oft wie sehr er mich denn liebt, was mir sehr gut tut. Es schafft Nähe, beruhigt ungemein und - als kleines "Leckerchen"- stärkt es das
Selbstbewustsein.
Euch noch eine schöne Woche!