Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Endlich habe ich Klarheit.
Ihr wisst, dass ich seit vielen Monaten das Gefühl hatte, dass T* sich immer weiter von mir entfernt hat. Und da vom ihm keine klare Ansage kam, ich ihn vor die Wahl gestellt hatte im Januar. Damals gab es aber keine klaren Worte, sondern nur ein "ich weiss nicht was ich sagen soll." Dabei wäre es wohl besser gewesen von ihm zu sagen, "ich weiss nicht, WIE ich es sagen soll".
Es war sehr verwirrend zu sehen, dass er keine Nähe brauchte, aber Pläne machte irgendwann zusammen ein Leben im Ausland zu haben. Ich musste sehen, dass es funktioniert, unsere Beziehung, um die Angst davor zu verlieren irgendwo dann alleine da zu sitzen. Doch es kam immer mehr Distanz, leider keine klaren Ansagen.
Heute Nacht um 3.15 Uhr gab es eine SMS von ihm, dass er sich krank meldet: Erkältung. Für mich sah es wie eine Art Hilferuf aus und ich überlegte, ob ich ihn anrufen oder hinfahren sollte. Ich habe lange überlegt, habe mich dann aber zurückgehalten.
Um zu wissen wie es ihm geht, rief ich ihn heute Mittag an. Wieder dieses "es geht mir sehr gut.", es machte mich wütend. Wie kann es ihm gut gehen, wenn er mich doch verloren hat? (Da sprach mein Ego, was aber schnell wieder die Klappe hielt)
Ich hab Antworten gebraucht, schon lange, und nun sagte ich ihm klar, dass er es vielleicht nicht will, aber ich es brauche. Ich einen Abschluss finden muss und endlich hören will was los ist, auch wenn er der Meinung wäre es würde nichts ändern, für mich schon.
Also kam er damit raus, dass er gemerkt hätte, dass er mich sehr gern hätte, aber die Liebe nicht mehr da wäre.
(So, so.. und 2 Wochen vorher wollte er noch mit mir weg ziehen, wie passt das zusammen?) Hmm ?!
Ich fragte ihn, warum er das nicht schon im Januar gesagt hätte. Genau deswegen hab ich ihn damals zu einem Gespräch zwingen wollen, weil ich die Wahrheit wissen wollte. Tja, er wollte mir wohl nicht weh tun, meinte er.
Mal erlich, war es so schwer?" Ein : Ich liebe dich nicht genug." und es wäre einfacher gewesen. Was ist daran so schwer Gefühle zu zeigen? Ein "tut mir leid" ist heute gefallen. OK. Das ist doch schon mal was.
Das ist alles was ich wollte: Klare Worte!
Die Liebe ist auch bei mir verschwunden um so weiter er sich von mir entfernte und ich mich einsam fühlte. Das Alleinsein hat alles aufgefressen, was ich gefühlt habe. Immer weniger hab ich gefühlt, dass er mich liebt. So sehr ich auch gekämpft habe um seine Gefühle, er entfernte sich immer weiter.
Liebe kann man aber nicht erzwingen, und wie sehr man auch denkt (oder Andere einen überzeugen wollen der/die ist nicht die Richtige / oder ist der Richtige) ist es zum Scheitern verurteilt, wenn das Herz nicht mitspielt.
Tut es weh? Ja!
Aber ich bin auch erleichtert.
Erleichter, weil ich kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, dass ich ihn evt fallen gelassen hätte, obwohl er mich brauchte oder ihm irgendwie weh getan hätte. Nein, die Liebe ist gestorben. Da kann man nichts machen.
Wie gesagt, auch von meiner Seite aus war immer weniger Gefühl da.
Ja, ich hab ihn gern, sehr sogar, aber die Liebe ist verkümmert beim Alleinsein.
Ich musste es trotzdem einfach mal von ihm hören. Einmal echte Gefühle hören, die Wahrheit, egal wie die aussieht.
Wenn man klar weiss, dass die Liebe gestorben ist, von beiden Seiten, kann man aufräumen.
Oder sagen wir es besser so, der Heilungsprozess kann anfangen. Man hat klar erkannt wo die Wunde ist, es tut weh sie zu säubern, aber sie würde sonst für immer weh tun. Also spült man die schlimmen Dinge raus, behällt sich einige schöne Momente und lässt das Herz heilen. Mit eben einer Erfahrung mehr und einigen schönen Errinerungen.
Zum Schluss hab ich mich nun hinreissen lassen ihm ein paar Zeilen zu schreiben, in der Hoffnung, dass er sie sich zu Herzen nimmt. Mit der Bitte um eine Entscheidung, was unsere weitere "Beziehung" angeht:
Freunde: die sich eimischen und auch mal wahrheiten sagen,
oder
Arbeitskollegen, die sich mögen und mehr auch nicht.