Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Irgendwo hab ich letztens gehört, dass Worte mehr verwunden können als jede Waffe und heilsamer sein können als jede Medizin.
Ich hatte T*s Tochter L* in Indien von einigen Tagen etwas Schokolade und eine Karte zum Geburtstag geschickt. Ich schrieb ihr darin, dass wir sie hier vermissen, aber auch stolz sind wie sie ihr Leben meistert.
Als nun eine "Dankes-Email" von ihr kam, erwartet ich das, was sonst immer von ihr gekommen war: Danke und alles Gute- aber dem war nicht so.
" Es war für mich eine sehr spezielle Überraschung dein Geburtstagsgeschenk zu bekommen. Ich hatte Tränen in den Augen, da ich sah, dass Du dich noch an mich errinerst. Es ist etwas spezielles für mich, denn wenn man ein Land verlässt vergessen einen sogar die besten Freunde und deshalb und weil es von Dir gekommen ist war es ein sehr, sehr spezielles Geschenk für mich. Ich danke Dir sehr dafür und hoffe, dass mich mal besuchen kommst. Eine Umarmung, L*"
Da sass ich nun und hab geflennt.
L* war immer gegen mich, hat wohl gedacht, ich würde ihren Vater ausnutzen oder er würde dann keine Zeit mehr für sie haben. Naja, kann ich ihr nicht verdenken, andere denke da noch schlimmer.
Ich hab aber glaub ich mehr als bewiesen, dass ich ihren Vater liebe, denn der Mann ist nicht einfach. Meist muss man erraten was er fühlt und ob er überhaupt noch etwas für einen empfindet. Aber wir haben wohl alle etwas.
Ich habe nun einge Tage darüber nachgedacht und ihr zurückgeschrieben:
dass ihre Zeilen mich nun zum weinen gebracht hätten, da sie mich sehr berührt hätten,
dass sie hier niemand vergessen hat oder je vergessen wird,
dass ihr Vater so stolz auf sie ist, wie sie ihr Leben meistert,
dass ich nie vor hatte ihnen den Vater "zu stehlen", sondern ich immer etwas spezielles für sie und ihre Schwester empfunden habe,
dass es mich freuen würde wenn sie mich als jemanden sehen würden, der auch helfen will, oder sogar Liebe zu verschenken hat, wenn sie die möchte,
dass ich auch sehr stolz auf sie wäre und dass sie und ihre Schwester immer bei Papa an erster Stelle stehen würden, was ich an ihm lieben würde, denn sonst wäre er ein schlechter Mensch,
ich hätte mein Leben, meinen Sohn und meine Arbeit, doch ihren Vater in meinem Leben zu haben, würde den Tag etwas heller erscheinen lassen und gerade sie müsse ja wissen wie das ist, wenn man das Glück hat jemanden zu finden, und dass ich ihr wegen all dem dankbar wäre, wenn sie einen kleinen Platz in ihrem Herzen für mich finden könne.
Dann wünschte ich ihr nochmals einen schönen Geburtstag ...
T* sieht man die lange Reise und die Zeitumstellung an, aber ich glaube auch, dass an diesem WE viel Alkohol seinem Körper zu schaffen macht. Und ich glaub nicht, dass sein Körper das noch lange mit macht.
Ich hatte mal einen Mann kennengelernt, der sehr viel auf seine Gesundheit wert gelegt hat - und den ich dafür sehr bewundert habe- wo ist der wohl hin?!