Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Mein Tag war heute recht gut.
T* scheint sich wieder etwas beruhigt zu haben, evt. liegt es auch daran, dass die Töchter schon reifer sind als er dachte. Da sie beide sehr gut auf die "Attacke" reagiert haben. Aber es ist ja meist so, dass es uns mehr weh tut, als Eltern, als den Kindern selbst. Obwohl die Geschichte es wirklich in sich hat. Furchtbar was die Drei durchmachen mussten und nun immer noch tun.
Heute waren wir unterwegs und wir tranken einen Kaffee (ich Tee) zusammen. Er erzählte was er gestern noch mit seiner Tochter T* besprochen hatte und als er seinen Kaffee schlürfte, lächelte ich wohl vor mich hin. Er fragte was los wäre und ich fragte ihn, ob er gestern meine SMS bekommen hatte:
"wenn du reden möchtest, über das thema oder auch über etwas anderes um dich abzulenken, ruf an. wenn du gesellschaft möchtest, komm einfach. Danke, dass du mich heute hast fühlen lassen, dass du mich brauchst. Auch wenn ich nur deine Bedrückung verstehen kann, aber ich fühl mich dir nahe."
Ja. hab ich, sagte er mir.
Ich: So schlimm alles auch ist, ein Drama, bin ich so froh, dass du es mir erzählt hast. Ich fühle mich gut dabei, versteh mich nicht falsch.
Er: Das tue ich nicht, ich weiss was du meinst. Ich wollte nur das du weisst, was so passiert. Was hinter der ganzen Geschichte steckt.
Ich: Da bin ich dir dankbar für. Früher hast du dich immer zurückgezogen und es mit dir selber ausgemacht. Das wars was ich immer meinte wenn ich sagte: in guten und in schlechten Zeiten.
Er lächlte und sagte: Ich weiss, es schafft Nähe.
Im Büro sagte ich ihm, dass ich hoffe, dass er seiner Tochter nicht gesagt hätte, dass ich weiss was dort abgeht. Er sagte, dass er es ihr gesagt hätte. Ich denke er wollte ihr damit zeigen, dass er mir vertraut und mir solche Dinge erzählt. Ich finde es nicht so gut, dass sie weiss, dass ich davon erfahren hab.
Ich denke einfach, dass es ihr et unangenhem ist, dass eine Aussenstehende weiss, wie ihre Mutter ist. Es ist ihre Mutter und niemand hat das Recht schlecht von ihr zu denken.
Mir geht es mit meiner Mama manchmal so.. ich darf sagen wenn mich etwas stört, weil ich sie ja lieb habe. Aber jemand anderes nicht, dann fange ich sofort an sie zu verteidigen auch wenn der Andere evt recht hat. Er hat aber kein Recht sie zu kritisieren. Macht das Sinn?
Also denke ich mir, dass seine Töchter nur weil ich es weiss, sie mich evt ablehnen könnten, weil es peinlich ist, oder aus welchem Grund auch immer. Ich hab einfach ein ungutes Gefühl dabei, denn es ist was "intimes" der Familie was ich nun erfahren habe.
Ich mach mir wohl wieder zu viel nen Kopf.
Ach, und meine Mama hat sich gerade aus Kuba gemeldet. Ihr gehts gut und am Freitag gehts auf die Kreuzfahrt.