Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Am Nachmittag ist T* nun doch auf mich zugekommen und wollte reden. Ich muss sagen, es hat mir imponiert.
Er sprach davon, dass er mich vermissen würde und dass er gemerkt hätte, dass seine Kinder nun ihr Leben allein meistern - was ich ja immer gesagt hätte - und er mich lieben würde.
Ich errinerte ihn daran, dass ich eine ganze Menge will, an Gefühlen und an Unterstützung. Er fing an zu philosofieren, doch ich sagte ihm, dass ich das Leben eben anders sehe als er: Ich will alles und zwar so schnell wie möglich, da ich alles andere für Zeitverschwendung halte.
Ich sagte ihm, dass ich viel zu viel Angst hätte, dass er mich wieder aussen vor lassen würde. Er sagte mir, dass er noch nie jemanden so nah an sich ran gelassen hätte wie mich.
Und das glaub ich ihm auch, aber es reicht eben nicht.
Er hat eine Art mit Problem umzugehen die ich eben nicht ertragen kann und wenn ich erlich bin, glaub ich dass - wenn überhaupt - er dass nur in einer Therapie ändern könnte. Ich versuchte ihm das etwas zu erklären, aber ich hatte das Gefühl, dass er so etwas weiterhin für eine Schwäche hält und sich nie darauf einlassen wird.
Dabei muss man zwei richtige ***** (sorry) haben um so etwas einzugestehen und sich Hilfe zu suchen. Ich sag ja nicht, dass er verrückt ist, auf garkeinen Fall.
Wenn wir etwas am PC nicht richtig machen, dann suchen wir uns doch auch Hilfe, solange bis wir es gelernt haben, und es allein meistern, oder?
Ich hatte solche Angst um ihn, damals als ich vor seiner Tür stand, ich dachte er wäre verletzt. Irgendetwas was er eingenommen hätte, hätte ihn umgehauen, dabei wollte er nicht öffnen. Er wollte nicht! Es ist seine Art mit seinen Konflickten umzugehen- Er will es allein mit sich ausmachen, niemanden belasten, dass kann ich mir nicht mit ansehen.
Er verletzt sich dabei selbst und ich soll mir das ansehen? Ich kann das nicht!
Schlimm genug, es aus einer gewissen Distanz zu sehen.
Er ist ein toller Mann, aber in diesen wenigen Momenten in denen er in sich selbst verschwindet, da kann ich es nicht aushalten - es tut zu weh, jemanden leiden zu sehen und ihm nicht mal die Hand halten zu dürfen.
Ich sagte ihm, dass ich ihn sehr gern habe und bevor ich ging, küssten wir uns.
Ob das ein Fehler war? Ich möchte keine falschen Hoffnungen wecken, aber es fühlte sich in dem Moment richtig an. Ich hab ihn sehr gern und musste ihm sagen, dass ich keine Beziehung mehr mit ihm möchte. Er ist eben wie er ist: Mit tausend guten Seiten und einer dunklen, die mir angst macht.
Ich möchte nicht in angst um ihn leben.