Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Ich muss zugeben, ich bin am Samstag geflüchtet. Früher hätte ich es ausgesessen und evt angefangen zu streiten, heute geb ich mir sowas nicht mehr. Ich verbrauche meine Energie nicht in so einen Blödsinn.
Aber ich erzähl mal....
Pünktlich um 13 Uhr kamen wir beim Italiener an, bei dem meine Mama feiern wollte. Meine Schwester, mein Bruder und mein Schwager waren schon da und sassen draussen. Meine Mutter fuhr gerade vor, ich ging zum Auto und mein Schwager kam auf uns zu, um uns zu begrüssen.
Meine Schwester und mein Bruder blieben sitzen.
Ich gratulierte meiner Mama und wir gingen zum Tisch.
Während des gesamten Essens hab ich meine Klappe gehalten, sonst wäre ich wohl meinem Bruder ins Gesicht gesprungen.
Er musterte meinen Sohn, als wäre er ein Verbrecher. Klar das er ihn ansieht, evt auch etwas länger, weil er sich ja verändert hat seitdem er ihn das letzte Mal gesehen hat, nein, es war eine eingehende Musterung, rauf, runter, rauf, runter. Ich hatte mir schon ein paar Worte zurecht gelegt sie ich ihm sagen wollte, doch dann sah er endlich weg.
Ich war froh, dass er weder mich noch meinen Sohn - ausser während der Begrüssung- ansprach, denn alles was da aus seinem Mund sprudelte war negativ.
Entweder um sich über jemanden lustig zu machen, sich über das Essen oder Bedienung zu beschweren oder um über jemanden herzuziehen.
Er hatte übrigens meiner Mama nichts geschenkt. Nicht mal eine - aus dem Garten gerupfte - Blume.
Ich wurde immer ärgerlicher und somit bin ich kurz nach dem Essen gegangen. Was für eine feindliche Atmosphäre. Bahhh, ne. Das konnte ich gerade noch gebrauchen.
Ich hab vor gegeben, ins Kino mit Sohni zu wollen und bin um 15 Uhr verschwunden.
Meine Mama tat mir leid, das hat sie nicht verdient.