Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Sonnenuntergang 08.06.10
Es ist nun nicht so, dass die Arbeit mich hier umbringt. Aber es ist nun komplett anders.
Klar, ich sende T* alles und er entscheidet was gemacht werden soll und was nicht, aber in den vielen kleinen Dingen stehe ich allein da und muss zusehen wie ich zurecht komme. Ausserdem hat er selbst viel zu tun und kann sich oft nicht melden.
Aber ich wills mal anders ausdrücken:
Wenn ich bisher nur das gemacht habe was man mir gesagt hat und ab und an mal eine Idee eingebracht habe, so sehe ich doch nun immer mehr, dass es nun komplett anders ist.
Nicht unbedingt schlimmer, aber doch anders.
Ich fühle mich nicht allein gelassen, aber ich hab nun die Verantwortung.
Das Gefühl ist anders. Ich muss an alles allein denken und es organisieren.
Es ist eine Umstellung und ich muss nun anders denken. Die meisten Dinge habe ich auch vorher gemacht weil man es mir aufgetragen hat, nun muss ich von allein daran denken.
Es ist also nicht viel anders, ABER wie gesagt, das Gefühl dazu wird anders.
So ein ähnliches Gefühl hatte ich, als mein Sohn geboren wurde.
Man geht zu den Vorsorgeuntersuchungen und jeder kümmert sich darum, dann wird es geboren und auch da sind Ärzte da... Dann gibt man es Dir in die Hand und sagt: Husch, husch, nimms mit.
OK??!!
Das ist ja was man wollte, worauf man sich gefreut hat, ABER, man muss erst hineinwachsen.
Ich hab immer gesagt, ich bin mit meinem Sohn erwachsen geworden. Jeden Tag etwas mehr.
So wirds nun auch sein, denke ich mir, jeden Tag wachse ich etwas mehr in meine neue Rolle hier hinein.
Anderes Beispiel: Die Zeitumstellung, nach ein paar Tagen hat man sich daran gewöhnt und findet es ganz gut mehr Tageslicht geniessen zu können, aber aller Anfang ist schwer.
Das erste Mal, dass T* weg war, hab ich irgendwie - zwar alles weiter gemacht - nur darauf gewartet, dass er wiederkam.
Das zweite Mal, fühlte ich mich als Urlaubsvertretung.
Nun aber, machts mir mentalen Stress.
Ich bin nicht überfordert, aber in mir verändert sich etwas... und ich mag keine Veränderungen, auch nicht, wenn sie positiv sind.
Bis ich mich daran gewöhnt habe und es dann meist toll finde.
Macht keinen Sinn?? Ich weiss, aber so bin ich nun mal.