Dies ist mein ganz privates Leben. Mit Höhen und Tiefen, Liebe, Schmerz, Glück und Geduld.
Es stand mal wieder das WE vor der Tür, und???
T* fühlte sich mal wieder nicht wohl. Ab Freitag Mittag hatte er Kopfweh. Er sah echt schlimm aus und ging früh heim.
Ich war am Abend dann auf der Terrasse als ich irgendwann glaubte das Telefon gehört zu haben. Als ich unten war: T* hatte mehrmals versucht mich zu erreichen. Ich hab nicht zurück gerufen, ich wusste, dass er mir mal wieder absagen wollte. Was sollte ich dazu noch sagen? Gut Miene zum schlechten Spiel?
Ich möchte nur einen Tag in der Woche für mich, nur einen Einzigen. Scheint zuviel zu sein. Auch heute fühlte er sich wohl nicht besser, rief morgens and und .. mal erlich, ich wollte nur noch auflegen, denn ich wollte es garnicht mehr hören, denn ansonsten über irgendetwas reden, um wenigstens so Nähe zu fühlen, wollte er wohl nicht.
Da freut man sich die ganze Woche auf diese 24 Stunden und dann....
Nächstes We bin ich nicht da, also mal wieder 2 Wochen, ohne das wir uns ausserhalb des Büros gesehen hätten. Es gibt dazu nie einen Ausgleich, dass wenn er mal Freitags nicht kann sich mal unter der Woche, oder am Sonntag blicken lässt.
Da ist dann wieder die Frage: Wenn er mich nicht sehen will, was will er dann mit mir?!!!
Klar, wir fühlen uns alle mal nicht wohl, aber dies hier ist doch so langsam etwas seltsam.
Ich glaube langsam, dass er nur in einer Beziehung auf Distanz glücklich wäre. Zu wissen das da jemand ist der ihn liebt reicht ihm wohl.
Ist schwer, sehr, sehr schwer zu verstehen. Was für eine Art Liebe ist das, die er da fühlt?
Er tut manchmal so viel: ruft an, schenkt was, kocht, tut und macht... und dann......
Wie gesagt, ich wusste, dass der Rückzug kommt, so schnell hatte ich ihn diesmal nicht erwartet.
Da kann man wohl nichts machen.
Ich glaube ja stark, dass sein Unwohl sein, seine Schmerzen und, und, und mit seinem Alkohol-"Genuss" zusammen hängen.
Wer leidet die Konsequenzen?
Ich!!!
Seine Schwester hat mich knall hart mal auf den Kopf zu gefragt, ob er WIEDER trinken würde, und das vor ein paar Tagen. Ich sagte ihr, dass ich davon nichts wüsste, da wir uns nicht genug sehen dafür. Aber mal erlich, auch wenn es so ist und ich es weiss: davon würde ich ihr nie etwas sagen, denn es würde einem Verrat gleichkommen.
Obwohl vielleicht gerade sowas ihn mal wach rütteln würde.
So schlau wie er ist, sollte er merken, dass jeder es weiss, jeder sich sorgt, aber es scheint ihm nicht wichtig genug zu sein damit aufzuhören.
Gott sei Dank hab ich noch andere Dinge in meinem Leben, sonst wäre ich wohl nach diesem erneuten Tritt in den Hintern am Boden zerstört. Aber ich hab schon so viel erlebt, da lass ich mich nicht runter ziehen.
Auch wenn ers darauf anlegt: Ich werde ihn nicht verlassen. Sollte er mich los werden wollen, wir er wohl den Mut haben müssen es mir zu sagen.
Schade, denn mit solchen Dingen (Rückzug, Alkohol), macht er all das kaputt, was er sich so hart erkämpft in dem er so oft über seinen Schatten gesprungen ist, in den letzten Wochen.
Aber der Drang nach Alkohol ist sehr, sehr stark gewesen. Die Spirale nimmt zu. Sein Medikamenten Konsum auch. Ich mach mir grosse Sorgen und Vorwürfe, weil ich ihm nicht helfen kann und zusehen muss. Auch wenn er glaubt, dass wenn ich ihn nicht so sehe, es nicht wahrnehme.
Falsch gedacht!
Meine Sorge ist so noch viel grösser. Und ich fühl mich sooo unbeholfen und verloren.
Ich hab heute Morgen eine Beruhigungstablette genommen, nachdem ich die Nacht wach lag, die hat mich komplett umgehauen und ich lag bin um halb vier Nachmittags im Bett. Mal nicht nachzudenken, war aber mal eine Erleichterung.
Nun gab es eine knappe Email von ihm: Ich liebe Dich!
Er lebt also noch.